Hans Lang – der Augsburger, der in Hamburg Meister wurde

Hans Lang wollte weg. Im Frühjahr 1923, so erzählt es die Chronik der SpVgg Fürth, stand der Läufer auf dem Höhepunkt seiner Form, und plötzlich packte ihn die Wanderlust: Südamerika sollte es sein, nach einer anderen Version Brasilien. Er kam nur bis Hamburg. Dort blieb er hängen, spielte für den Hamburger SV und wurde Deutscher Meister. Die Fürther Chronik nennt ihn später den »Bayer des Nordens«.

Geboren wurde er in Augsburg. Er war der erste gebürtige Augsburger in der deutschen Nationalmannschaft, er bestritt zehn Länderspiele zwischen 1922 und 1926, und er starb mit 44 Jahren auf einem Fliegerhorst in Dänemark. Es ist die Geschichte eines Läufers, der für drei Vereine in drei Regionen spielte und dessen Technik und feine Ballbehandlung die Zeitgenossen rühmten.

Hans Langs Laufbahn · Augsburg, Fürth, Hamburg, zehn Länderspiele und der Weg zum Trainer, 1909–1943
Hans Langs Laufbahn · Augsburg, Fürth, Hamburg, zehn Länderspiele und der Weg zum Trainer, 1909–1943

»Hans Lang war bald eine Stütze der Spielvereinigung Fürth geworden, und er paßte wie kein Zweiter in jene Elf der großen Techniker, der Dribbler und der Zauberer.«

— Die Deutschen Nationalspieler, 1939

Von Oberhausen in die Gefangenschaft

Hans Lang kommt am 8. Februar 1899 in Augsburg zur Welt. Mit zehn Jahren tritt er der Fußballabteilung des TV Oberhausen bei, aus der später der BC Augsburg und schließlich der FC Augsburg wird. Die »Neue Augsburger Zeitung« schreibt damals von der »aufstrebenden Oberhausener Elf«, so zitiert es die Wikipedia. Dann kommt der Krieg. Lang wird Soldat, kämpft an der Westfront in Frankreich, gemeinsam mit seinen Augsburger Kameraden Konrad Maurus und Martin Müller, und gerät in französische Kriegsgefangenschaft. Entlassen wird er erst zwei Jahre später, nach der englischen Wikipedia 1920.

Die Geschichte des FC Augsburg gibt das Datum genauer an: Im Januar 1920 kehren Hans Lang, Konrad Maurus und Martin Müller nach zweijähriger Gefangenschaft in Frankreich nach Augsburg zurück. Die Daheimgebliebenen haben da schon den Neuanfang organisiert. Der Verein heißt ab 1919 BC Augsburg, und im September 1919 hat ein Entscheidungsspiel um die Teilnahme an der erstklassigen Bayernliga stattgefunden, das der FC Augsburg mit 3:0 gewann. Der »BCA« spielt deshalb zunächst zweitklassig und wird nach zehn Spielen Meister der A-Klasse Schwaben. Dass die drei Heimkehrer rechtzeitig zurück sind, kommentiert die Vereinsgeschichte mit dem Satz, es habe sich gut getroffen: Im März 1920 können sie an der Aufstiegsrunde zur ersten Liga teilnehmen.

Die Wikipedia schreibt dazu etwas anderes, nämlich dass Lang die Mannschaft schon in der ersten Saison in die damals erstklassige Kreisliga Südbayern geführt habe. Beide Darstellungen lassen sich schwer in Einklang bringen. Sicher ist, dass der Läufer nach seiner Rückkehr rasch zu den auffälligen Spielern der Stadt zählt. Bald wird er auch für die Auswahl des Süddeutschen Fußball-Verbands nominiert.

Wie ein Läufer nach Fürth kam

Wie genau er nach Fürth kommt, erzählen die Quellen leicht unterschiedlich. Nach dem Lexikon von 1939 fällt in einem Spiel einer süddeutschen Verbandself gegen die österreichische Nationalelf die Technik und »feine Ballbehandlung« eines Läufers auf, den man als Ersatz für den erkrankten Carl Riegel hastig aus Augsburg hatte kommen lassen. Am Tag danach sei sein Name »in aller Munde« gewesen. Fürths Torwart Theodor Lohrmann, damals auch in der Auswahl, habe ihn zum Wechsel überredet. Die Wikipedia sagt, Lohrmann habe ihm den Wechsel stundenlang schmackhaft gemacht. Seit August 1921 steht er nach der Kleeblatt-Chronik im Kader der SpVgg Fürth, damals eines der führenden Teams Bayerns.

Dort wird aus dem »Schwaben« schnell ein »Kleeblättler«. Die Chronik nennt ihn einen ausgezeichneten Außenläufer, der beständig für die Auswahl des Südens spielt. Am 5. März 1922 ist er dabei, als Süddeutschland im Finale des Bundespokals in Hamburg den Norden mit 7:0 schlägt.

Seine Fürther Zeit ist kurz, und die Zahlen dazu sind knapp: Die Wikipedia nennt für die SpVgg 40 Spiele und 11 Tore. Das Lexikon von 1939 beschreibt die Fürther Elf als eine »der großen Techniker, der Dribbler und der Zauberer«. Auf welchem Posten er in diesem Gefüge steht, geben die Quellen verschieden wieder. Die Wikipedia führt ihn als Stürmer, die Kleeblatt-Chronik als Außenläufer, das Libero-Heft schreibt von einem Mittelläufer, und das Darmstädter Tagblatt schreibt nach seinem letzten Länderspiel 1926, er sei »in der Verteidigung« oft unsicher gewesen. Die Länderspielaufstellungen der Seite nennen in den meisten Fällen keine Positionen. Als Läufer ist er in dieser Biografie geführt, weil sich Chronik, Lexikon und Libero darin am nächsten kommen.

Das erste Mal im Nationaltrikot

Drei Wochen später debütiert er. Am 26. März 1922 spielt Deutschland in Frankfurt gegen die Schweiz, zum ersten Mal in der Stadt, am Riederwald, weil es das Waldstadion noch nicht gibt. Als der Sonderzug der Schweizer eintrifft, muss die Bahnhofshalle nach den Berichten eineinhalb Stunden lang gesperrt werden, so voll ist sie. Der DFB hatte die Aufstellung sechzehn Tage vorher bekannt gegeben, und da die Nürnberger auf Spanienreise sind, stehen sieben Fürther in der Elf: Torwart Theodor Lohrmann, Hans Hagen, Kapitän Lony Seiderer, Lang und andere. Lang ist der erste gebürtige Augsburger, der das Nationaltrikot überstreift, das betont die Wikipedia.

Vor 40.000 Zuschauern, nach RSSSF 35.000, führt Deutschland nach Toren von Andreas Franz und Seiderer 2:0. Dann verletzt sich Lohrmann, Seiderer geht ins Tor, und die Elf gerät durcheinander. Die Schweiz gleicht in der 72. und 86. Minute aus, 2:2. Der zweite Einsatz folgt am Neujahrstag 1923 in Mailand, beim ersten Länderspiel gegen Italien. Gespielt wird auf dem Campo Milan, zwei Monate nach dem Marsch auf Rom, und die Zuschauerzahlen reichen je nach Quelle von 25.000 bis 60.000. Auf der Tribüne sitzt als Reporter der »Stampa« Vittorio Pozzo, der Italien später zu zwei Weltmeisterschaften führen sollte. Die deutsche Elf besteht fast nur aus Franken: Aus Nürnberg stehen Heiner Stuhlfauth, Hans Sutor, Heinrich Träg und Hans Schmidt auf dem Platz, aus Fürth neben Lang auch Hans Hagen, Josef Müller, Franz und Seiderer. Die erste Halbzeit bleibt torlos. Seiderer bringt Deutschland in der 72. Minute in Führung, doch dann kippt das Spiel: Italien trifft in der 79., 85. und 88. Minute. Das Darmstädter Tagblatt sieht trotzdem die technisch bessere deutsche Elf, die Italiener hätten ihre drei Tore erst in den letzten zehn Minuten geschossen.

Wanderlust und Wechselsperre

Dann gerät sein Leben durcheinander. Im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft verliert Fürth am 27. Mai 1923 1:2 gegen Union Oberschöneweide. Nach dem Libero-Heft steht Fürth dabei ohne seinen Mittelläufer Hans Lang auf dem Platz, der sich vor der Endrunde das Bein gebrochen hat. Noch im selben Jahr, schon während der laufenden Saison, wechselt er zum Hamburger SV, im November, nach der Kleeblatt-Chronik. Warum, ist umstritten. Seine Frau Käthe erzählte, er habe nach Brasilien auswandern wollen und sei in Hamburg abgefangen und überredet worden. Sein Bruder Willi sagte dagegen, die Norddeutschen hätten ihn gezielt aus Fürth abgeworben. Das Lexikon schreibt von Südamerika in der Inflationszeit, aber der Läufer sei nur bis Hamburg gekommen und beim HSV geblieben, der ihm zur zweiten Heimat geworden sei. Das Freigabeverfahren zieht sich hin. Die Hamburger Nachrichten bezeichnen Lang am 12. Dezember 1923 als »untadelig« und weisen darauf hin, er sei zuvor stellungslos gewesen.

Nach der Wechselsperre drückt Lang dem HSV-Spiel sofort seinen Stempel auf. In seiner ersten Saison erreicht der HSV das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft und verliert es am 9. Juni 1924 in Berlin 0:2 gegen Nürnberg. Lang steht in der Elf. Sechs Tage später sitzt er mit denselben Gegnern in einem Boot: Beim 2:0 in Kristiania (Oslo) gegen Norwegen stehen in der Nationalelf neben ihm die Nürnberger Georg Hochgesang und Wolfgang Strobel, die im Endspiel die Tore geschossen hatten. Es ist sein dritter Einsatz. Vor etwa 6.000 Zuschauern bei »prächtigem Wetter«, wie das Darmstädter Tagblatt am 16. Juni meldet, treffen Hans Sutor in der 18. und Ludwig Wieder kurz vor der Pause. Im Tor steht Heiner Stuhlfauth als Kapitän, vorn spielt Lang mit seinem Hamburger Vereinskollegen Tull Harder in einer Elf, in der Nürnberger den Ton angeben. Zwischen Mailand und Oslo liegen knapp anderthalb Jahre, in denen Deutschland sieben Länderspiele ohne ihn bestreitet.

Zehn Länderspiele

Der August 1924 bringt die Nationalelf in eine Krise. Die Spieler von Nürnberg und Fürth wollen wegen eines Streits ihrer Vereine nicht zusammen antreten, und Deutschland tritt am 31. August in Berlin ohne sie an. Gegen Schweden gibt es sechs Debütanten, das Darmstädter Tagblatt schreibt von einer »Katastrophe« in den letzten zehn Minuten, in denen Torwart Werner Kuhnt zwei leichte Bälle durchlässt. Aus 1:1 wird 1:4. Lang spielt in der Läuferreihe. Drei Wochen später verliert Deutschland in Budapest wieder 1:4. Das DFB-Datencenter führt das 0:2 in der 42. Minute als Eigentor von Lang; das Tagblatt schreibt dagegen, ein Schuss sei von Hans Kalb schlecht abgewehrt ins Tor gerollt. Welche Version stimmt, bleibt offen.

Im März 1925 spielt er in Amsterdam beim 1:2 gegen die Niederlande, an der Seite von Sepp Herberger. Bei kaltem, zeitweise strömendem Regen sehen nach niederländischer Schätzung 30.000 Zuschauer ein Spiel, das die Gastgeber durch ein zweifelhaftes Tor kurz vor der Pause und einen Treffer Wim Volkers in der Schlussphase gewinnen. Kurt Voß verkürzt kurz vor Schluss. Die niederländischen Berichterstatter urteilen auffallend freundlich über die Deutschen: Die Utrechtsche Courant lobt ihr Feld- und Kopfballspiel, vermisst aber gute Schützen im Sturm.

Im Juni folgt die Nordlandreise, auf die der DFB nach Schulze-Marmeling 25 Spieler schickt, von denen später 15 nie wieder in der Nationalmannschaft stehen. Lang gehört nicht zu ihnen. In Stockholm, wo nach niederländischen Meldungen etwa 10.000 Zuschauer und die königliche Familie im Stadion sind, verliert Deutschland am 21. Juni 0:1 durch ein Tor von Filip Johansson (nach dem DFB-Datencenter in der 9. Minute). Fünf Tage später gewinnt die Elf in Helsinki 5:3, nachdem sie 0:2 zurückgelegen hat. Paul Pömpner schießt drei Tore, Hans Ruch einen Elfmeter, Kurt Voß in der 87. Minute den Endstand.

Am 25. Oktober 1925 gewinnt Deutschland in Basel 4:0 gegen die Schweiz, Tull Harder schießt drei Tore. Mit Lang spielen unter anderem Emil Kutterer und Georg Köhler, im Tor steht Georg Ertl. Der Arbeiter-Turn- und Sportbund wirft dem DFB später vor, in Basel sei den Schweizern eine schwarz-weiß-rote Fahne überreicht worden. Das letzte Länderspiel am 18. April 1926 in Düsseldorf ist zugleich das größte. 60.000 Zuschauer nach dem DFB-Datencenter, 65.000 nach dem Tagblatt, drücken die Eingangstore ein, bevor Deutschland 4:2 gegen die Niederlande gewinnt. Das Tagblatt sieht die deutsche Elf »um eine Klasse besser« als den Gegner. Über Lang schreibt es: Er sei ebenso wie Josef Müller »in der Verteidigung oft sehr unsicher« gewesen. Die erste klare Torchance der Holländer verschulde er, weil er zu spät angreife; der Ball geht aber vor die Latte. Das ist das Presseurteil über sein letztes Länderspiel.

Danach ruft ihn niemand mehr. Die Kleeblatt-Chronik schreibt, der neue Reichstrainer Otto Nerz habe ihn »aus nicht bekannten (persönlichen?) Gründen« nicht mehr berücksichtigt. Seine Bilanz: vier Siege, ein Unentschieden, fünf Niederlagen, 21:21 Tore, kein eigener Treffer.

Sechs Sommer in der Endrunde

Der HSV, zu dem Lang 1923 stößt, ist ein Dauergast der Endrunde. Von 1924 bis 1929 steht er jedes Jahr in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Dass Lang in den beiden Endspielen von 1924 und 1928 auf dem Platz steht, ist belegt, für die übrigen Spiele nennen die Quellen keine Aufstellungen. Die Wege des Vereins lassen sich trotzdem nachzeichnen, und sie ergeben ein Bild der Jahre, in denen Lang Läufer in Hamburg ist.

1924 beginnt der Weg im Viertelfinale am 11. Mai in Breslau mit einem 3:0 bei den Vereinigten Breslauer Sportfreunden. Am 25. Mai schlägt der HSV im Halbfinale auf dem Hoheluft-Platz die SpVgg 1899 Leipzig-Lindenau 1:0, am 9. Juni folgt das verlorene Endspiel in Berlin gegen Nürnberg. 1925 ist Schluss, bevor es richtig begonnen hat: Im Achtelfinale am 3. Mai verliert der HSV in Hannover 1:2 nach Verlängerung gegen den FSV Frankfurt. Das Entscheidungsspiel um die norddeutsche Meisterschaft wird erst nach der Deutschen Meisterschaft ausgetragen. 1926 geht es weiter: 3:1 in Duisburg gegen den Duisburger SpV, 6:2 daheim gegen Fortuna Leipzig, dann am 6. Juni im Halbfinale 2:4 gegen Hertha BSC in Berlin. 1927 gewinnt der Verein sein Achtelfinale bei Fortuna Düsseldorf 4:1 und scheidet im Viertelfinale am 22. Mai daheim 1:2 gegen Nürnberg aus.

Auf den Titel von 1928 folgt 1929 ein kurzer Auftritt: Am 16. Juni 1929 gewinnt er in Duisburg 3:2 beim Meidericher SV, am 30. Juni scheidet er im Altonaer Stadion 0:2 gegen die SpVgg Fürth aus, Langs ehemaligen Verein. Danach läuft seine aktive Zeit aus. Für den HSV kommt Lang nach der Wikipedia auf 112 Spiele mit drei Toren.

Der große Tag: Meister in Altona (29. Juli 1928)

Der HSV-Läufer erlebt seinen größten Tag im Verein, nicht im Nationaltrikot. Am 29. Juli 1928 steht der HSV im Altonaer Stadion im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, gegen Hertha BSC, die zum dritten Mal in Folge im Finale steht. Trainer des HSV ist Rudolf Agte, Schiedsrichter der Nürnberger Theodor Maul, es sind 42.000 Zuschauer da. Auf dem Weg dorthin hatte der HSV im Achtelfinale am 8. Juli 4:2 gegen Schalke 04 gewonnen, im Viertelfinale vier Tage später 4:0 in Königsberg und im Halbfinale am 22. Juli in Duisburg 8:2 gegen Bayern München. Für Hertha, den Gegner, schließt sich ein Kreis: Im Halbfinale 1926 hatten die Berliner den HSV 4:2 geschlagen. Nach der Wikipedia läuft Lang in der Läuferreihe neben Asbjørn Halvorsen und Otto Carlsson auf.

Es geht schnell. Tull Harder trifft in der 7. Minute, Hans Rave in der 17., Walter Kolzen in der 20., zur Pause steht es 3:1, denn Willi Kirsei hat in der 24. verkürzt. Nach dem Wechsel erhöht Franz Horn in der 57. Minute auf 4:1 und Kolzen in der 64. auf 5:1. Hans Grenzel macht in der 75. Minute das 5:2 für die Berliner. Es bleibt dabei. Für Lang ist es der einzige Meistertitel auf Reichsebene. Im selben Jahr wird er auch Norddeutscher Meister, wie schon 1924 und 1925 und danach noch einmal 1929.

Hamburger SV – Hertha BSC 5:2 im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft 1928 · Hans Lang in der Läuferreihe
Hamburger SV – Hertha BSC 5:2 im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft 1928 · Hans Lang in der Läuferreihe

Trainer, Soldat, früher Tod

Ab 1929 trainiert Lang den SV Polizei Hamburg, nach der Kleeblatt-Chronik bis 1935, während er seine aktive Zeit 1930 ausklingen lässt. Im Juni 1935 übernimmt er den HSV und bleibt bis Oktober 1939. Unter ihm erreicht der Klub 1938 die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Dort gewinnt der HSV seine Gruppe, unterliegt am 29. Mai im Halbfinale in Dresden Hannover 96 mit 2:3 nach Verlängerung, obwohl der HSV zur Pause 2:0 geführt hat, und verliert auch das Spiel um Platz drei: Gegen Fortuna Düsseldorf endet es in Bremen am 26. Juni 0:0 nach Verlängerung, das Wiederholungsspiel am 3. Juli im Berliner Olympiastadion geht 2:4 verloren. Hannover 96 wird Deutscher Meister. 1939/40 trainiert er den SK Komet Hamburg.

Im Zweiten Weltkrieg wird er erneut Soldat und als Oberfeldwebel auf dem Fliegerhorst Aalborg-West in Dänemark eingesetzt. Dort stirbt er am 27. April 1943 mit 44 Jahren, nach der Wikipedia in einem Militärlazarett an einem Herzinfarkt. Die Kleeblatt-Chronik berichtet, er sei auf dem Soldatenfriedhof in Frederikshavn begraben. In der Fürther Skala »Unsere Nationalspieler« steht er auf Rang 16.

Hans Lang auf einen Blick

Geboren: 8.2.1899 in Augsburg
Gestorben: 27.4.1943 in Aalborg (Dänemark)
Vereine: TV Oberhausen, BC Augsburg (bis 1921), SpVgg Fürth (1921–1923), Hamburger SV (1923–1930)
Position: Läufer (die Quellen nennen Außenläufer und Mittelläufer, die Wikipedia führt ihn als Stürmer)
Titel: Deutscher Meister 1928, Norddeutscher Meister 1924, 1925, 1928, 1929, Süddeutscher Meister 1923
Bilanz: 10 Länderspiele, kein Tor (1922–1926); 4 Siege, 1 Unentschieden, 5 Niederlagen
Beruf: Sportlehrer, später Trainer (Polizei SV Hamburg, HSV, Komet Hamburg)

Länderspiele

Quellen