Heiner Stuhlfauth – der Torhüter mit der grauen Mütze

Zwischen 1918 und 1922 blieb der 1. FC Nürnberg mit Heiner Stuhlfauth im Tor 104 Pflichtspiele ungeschlagen, bei einem Torverhältnis von 480:47. Stuhlfauth gilt als einer der prägenden deutschen Torhüter der Zwischenkriegszeit und als früher Vertreter des »mitspielenden« Torwarts – erkennbar für die Zuschauer an seinem grauen Pullover und seiner flachen Mütze.

606 Spiele für den Club

Heinrich »Heiner« Stuhlfauth wird am 11. Januar 1896 in Nürnberg geboren und ist 1,84 Meter groß. Von 1916 bis 1933 hütet er das Tor des 1. FC Nürnberg, in 606 Pflichtspielen. Mit dem Club wird er fünfmal Deutscher Meister, 1920, 1921, 1924, 1925 und 1927.

Für die Nationalmannschaft spielt Stuhlfauth zwischen 1920 und 1930 insgesamt 21 Länderspiele und führt die Elf in sechs Spielen als Kapitän an. Damit übertrifft er den bisherigen Rekord von Eugen Kipp mit 19 Länderspielen. Sein letztes Länderspiel bestreitet er 1930 in Frankfurt bei einer Niederlage gegen Italien. 1928 gehört er zum deutschen Olympiakader in Amsterdam und steht in beiden Turnierspielen im Tor.

Später Ruhm

Heiner Stuhlfauth stirbt am 12. September 1966 in Nürnberg. 2008 wird er posthum in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen; im Nürnberger Stadtteil Zerzabelshof ist eine Straße nach ihm benannt.

Heiner Stuhlfauth auf einen Blick

Geboren: 11.1.1896 in Nürnberg
Gestorben: 12.9.1966 in Nürnberg
Verein: 1. FC Nürnberg (1916–1933), 606 Pflichtspiele
Position: Torwart
Titel: Deutscher Meister 1920, 1921, 1924, 1925, 1927
Bilanz: 21 Länderspiele (1920–1930), sechsmal Kapitän, Olympiateilnehmer 1928
Beruf: Elektriker, später Gastwirt und Sportlehrer
Nationalspieler Nr.: 97

Verwandte Biographien

Weitere Olympiateilnehmer 1928:

Quellen

Hinweis zum Forschungsstand: Rasenpoesie-Forschungsdossier, Master-ID 97, Olympia-1928-Block online abgeglichen, Stand 30.09.2026.