Ludwig »Pipin« Lachner – der Kleine, der aus Gern kam

Frankfurt, 14. Januar 1934, das Waldstadion halb gefroren, halb nass. In der 17. Minute flankt Karl Politz von links, Ludwig Lachner köpft an den Pfosten, der Ball springt ihm wieder vor die Füße, er schiebt ihn ein. Später hilft er als rechter Läufer in der Abwehr aus, weil Deutschland kurz nur zehn Mann hat. In der 80. Minute legt er das dritte Tor auf. Das »Darmstädter Tagblatt« schreibt am nächsten Tag, der beste deutsche Spieler sei unzweifelhaft Lachner gewesen, »der eigentlich der Motor des Angriffs war«.

Es war sein achtes und letztes Länderspiel. Er hieß für alle »Pipin«, nach seiner Größe, und wer in einer alten Aufstellung »Pipin Lachner« liest, sieht denselben Mann.

Ludwig Lachners Laufbahn · von 1860 München nach Braunschweig und auf die Trainerbank, 1929–1966
Ludwig Lachners Laufbahn · von 1860 München nach Braunschweig und auf die Trainerbank, 1929–1966

»Sein erster Sportlehrer, Max Breunig, hat Ludwig Lachner wegen seines kleinen Wuchses den Namen ›Pippin‹ gegeben, und dieser Name blieb ihm.«

— Die deutschen Nationalspieler (1939), Eintrag Ludwig Lachner

Aus Gern zu den Löwen

Ludwig Lachner wird am 27. Juli 1910 geboren. Das Lexikon »Die Deutschen Nationalspieler« von 1939 nennt München als Heimatort, die englische Wikipedia als Geburtsort. Er ist Bankbeamter, so steht es im Lexikon, und er spielt zunächst bei der FT Gern, der Freien Turnerschaft München-Gern. Das ist ein Arbeitersportverein, und damit gehört Lachner zum Arbeiter-Turn- und Sportbund, nicht zum DFB. Die Freie Turnerschaft München war 1906 aus drei Arbeiterturnvereinen entstanden, die Fußballer gründeten ihre Abteilung am 24. Juni 1907 in der Gerner Brauerei an der Klugstraße. Nach der Wikipedia zählte der Verein 1927 über 4.000 Mitglieder und war damit der größte Sportverein Süddeutschlands. Seine Fußballer erreichten 1930 das Endspiel um die süddeutsche Arbeitersport-Meisterschaft, das sie in Frankfurt gegen den ASV Frankfurt-Westend mit 3:5 verloren, und später noch dreimal die Endrunde. Die drei Innenstürmer der Gerner, so derselbe Artikel, wechselten ins DFB-Lager, einer davon war Lachner. Ein Jahr nennt er dafür nicht, und Lachners 1860-Zeit beginnt nach den anderen Quellen schon 1929. Nach der Wikipedia, die sich auf Rolf Frommhagens Buch über die Auswahl der Arbeitersportler beruft, kommt er 1929 in drei Länderspielen der Arbeitersportler zum Einsatz und schießt dabei drei Tore.

Noch im selben Jahr wechselt er in den bürgerlichen Fußball, zum SV 1860 München, zur Saison 1929/30. Er war damit kein Einzelfall. Im Sammelband »Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft« (hrsg. von Dietrich Schulze-Marmeling) heißt es, teils seien gute Arbeiterfußballer vor 1933 abgeworben worden, teils hätten sie sich nach dem Verbot ihrer Organisation DFB-Vereinen angeschlossen. Lachner wird dort als DFB-Nationalspieler mit Wurzeln im Arbeitersport genannt. Das Lexikon führt ihn als halbrechten Stürmer. Den Spitznamen verdankt er nach Lexikon und Wikipedia übereinstimmend Max Breunig, dem früheren Nationalspieler, der ihn wegen seiner geringen Körpergröße »Pipin« nannte; die Wikipedia nennt Breunig den Trainer von 1860. Sechsmal spielt er für die Auswahl des Süddeutschen Fußball-Verbands.

Das Endspiel von Köln

1931 wird es ernst. 1860 wird Zweiter der Gruppe Südbayern, gewinnt die Gruppe Südost der süddeutschen Endrunde und setzt sich im Entscheidungsspiel um den dritten süddeutschen Startplatz gegen Phönix Ludwigshafen durch, nach 3:3 nach Verlängerung im Wiederholungsspiel mit 2:1. In der Endrunde um die deutsche Meisterschaft schlagen die Löwen den Meidericher SV 4:1, Tennis Borussia Berlin 1:0 und Holstein Kiel 2:0, mit Lachner in allen vier Spielen, so führt es das DFB-Datencenter. Trainer ist Max Breunig.

Das Halbfinale gegen Holstein Kiel läuft am 31. Mai 1931 im Duisburger Stadion, vor nur 12.000 Zuschauern, bei trockenem, nicht zu warmem Wetter. Das Darmstädter Tagblatt berichtet am 1. Juni, die Münchner seien »ständig die bessere Mannschaft« gewesen und hätten ebenso gut 4:0 statt 2:0 gewinnen können. Ein Kieler Verteidiger wehrte kurz nach der Pause einen Schuss mit der Hand ab, Alois Pledl verwandelte den Elfmeter, später traf Oeldenberger aus 20 Metern. Zur Kritik der Mannschaften schreibt das Blatt: Im Sturm, »der zügig zusammenarbeitete«, sei Lachner »der beste Mann« gewesen.

Am 14. Juni 1931 steht 1860 in Köln im Endspiel gegen Hertha BSC, vor 50.000 Zuschauern nach der Wikipedia. Otto Oeldenberger bringt die Löwen in der 24. Minute in Führung, Hertha gleicht aus. Dann kommt Lachner: Nach der Wikipedia trifft er in der 45. Minute, mit dem Pausenpfiff in Reichweite, zum 2:1 für München. Das Tagblatt beschreibt es am 15. Juni 1931 so: Nach Sobeks Ausgleich seien »noch nicht zwei Minuten verflossen« gewesen, als Rechtsaußen Stiglbauer flankte, Lachner den Ball aufnahm, schoss und »ein wahres Prachttor« erzielte. Zur Aufstellung gehörten Riemke im Tor, Schäfer und Wendl in der Verteidigung, Stock, Pledl und Eiberle in der Läuferreihe sowie im Sturm Stiglbauer, Lachner, Huber, Oeldenberger und Thalmaier. In der Kritik hält das Blatt fest, im Münchner Sturm sei »die rechte Seite Stiglbauer–Lachner besonders gut« gewesen. Es ist das Tor, mit dem 1860 in die Halbzeit geht. Dann dreht Hertha das Spiel mit Hanne Sobek und Torwart Paul Gehlhaar und gewinnt 3:2. Die Wikipedia nennt die beiden späten Berliner Tore klare Abseitstreffer, bei denen der Schiedsrichter die Fahne des Linienrichters ignoriert habe. Wer sie schoss, geben die Quellen verschieden an: Die Wikipedia nennt Sobek in der 44. und 75. sowie Willi Kirsei in der 89. Minute, das Tagblatt einen Treffer von Lehmann und einen Sobeks kurz vor Schluss, wie auch die Sobek-Biografie festhält.

Zwei Jahre später steht Lachner mit 1860 noch einmal in der Endrunde. Die Löwen werden 1933 hinter dem FC Bayern Zweiter ihrer Gruppe, gewinnen aber die Gruppe Ost/West der süddeutschen Endrunde und verlieren das süddeutsche Endspiel 0:1 gegen den FSV Frankfurt. In der Endrunde um die deutsche Meisterschaft schlägt 1860 den VfL Benrath 2:0 und den Beuthener SuSV 3:0, bevor am 28. Mai 1933 in Leipzig das Aus kommt, 0:4 im Halbfinale gegen Schalke 04. Das DFB-Datencenter führt Lachner in allen drei Spielen.

Acht Länderspiele in dreieinhalb Jahren

Der DFB zählt acht Länderspiele, vier Siege, drei Unentschieden, eine Niederlage, dazu vier Tore. Das Lexikon von 1939 kommt auf dieselben Zahlen. Gegen Ungarn spielt er dreimal, gegen Norwegen, die Niederlande, Frankreich, die Schweiz und Polen je einmal.

Das Debüt fällt auf den 28. September 1930 in Dresden. Lachner ist 20. Auf dem Platz stehen vier Spieler, die mit »Ludwig« zu tun haben: Ludwig Leinberger, Ludwig Lachner, Ludwig Hofmann und Johannes Ludwig. Deutschland liegt zur Pause 0:3 zurück und gewinnt 5:3. Nach DFB-Datencenter, Wikipedia und Lexikon schießt Lachner in der 78. Minute das 4:3. Das Tagblatt erzählt es anders: Ernst Albrecht köpft das 3:3, und das 4:3 schreibt es »Ludwig« zu. Von Lachner schreibt die Zeitung, er und Albrecht hätten sich »vor der Pause gar nicht« verstanden, dann aber immer besser und genügten »schließlich den Ansprüchen«.

Fünf Wochen später, am 2. November 1930 in Breslau, endet es gegen Norwegen 1:1. Lachner schießt knapp vorbei, und das Tagblatt findet, er habe »einigermaßen« befriedigt. Am 26. April 1931 steht er in Amsterdam im Sturm, wieder 1:1, diesmal gegen die Niederlande. In dieser Aufstellung heißt er »Pipin Lachner«.

Dann kommt anderthalb Jahre nichts mehr. Am 30. Oktober 1932 steht er in Budapest wieder in der Elf. Ungarn gewinnt 2:1, und Lachner bereitet den deutschen Ausgleich vor: Richard Malik trifft in der 71. Minute auf seine Vorlage. Das Tagblatt aber ist kritisch. »Die einzige wirkliche Schwäche war das schlechte Schußvermögen unserer Innenstürmer«, schreibt es, und: »Vor allem Lachner leistete sich in dieser Beziehung viel«; er habe in der zweiten Halbzeit zahlreiche gute Chancen vergeben.

Am 19. März 1933 spielt Deutschland in Berlin 3:3 gegen Frankreich. In der 65. Minute schlägt Oskar Rohr dem französischen Torwart den Ball aus der Hand, und Lachner trifft per Rückzieher zum 3:1. Zwei Tore des Franzosen René Gérard in der 81. und 83. Minute machen daraus ein Unentschieden. Das Tagblatt: Lachner sei »bis zur Pause schwach« gewesen, »später ging er an«.

Am 19. November 1933 gewinnt Deutschland in Zürich mit 2:0 gegen die Schweiz. Das Tagblatt schreibt, Lachner habe sich »diesmal als große Schußkanone« entpuppt. Das zweite Tor, in der 85. Minute, führen das DFB-Datencenter und das Lexikon unter seinem Namen. Das Tagblatt dagegen beschreibt, dass der Schweizer Hufschmid den Ball in einem Gedränge selbst ins eigene Tor lenkte, und sagt von Lachner nur, er habe »entscheidend zum zweiten Treffer« beigetragen. Zwei Wochen später, am 3. Dezember in Berlin, hält der polnische Torwart Spirydion Albański beim 1:0 gegen Polen eine »Bombe« von ihm.

Der große Tag: Frankfurt, 14. Januar 1934

Es ist das letzte Länderspiel vor dem Beginn der WM-Qualifikation. 38.000 Zuschauer kommen nach dem DFB-Datencenter ins Waldstadion, das Tagblatt zählt 40.000. Der Boden ist gefroren und nass zugleich. Die größte Ovation gilt dem Frankfurter Torwart Willibald Kreß, der erstmals wieder im Nationaltor steht. Im Sturm debütieren Edmund Conen und Rudolf Noack, dazu steht der Hamburger Karl Politz im Angriff, der hier sein einziges Länderspiel bestreitet.

In der 17. Minute passiert, was der Anfang dieser Seite erzählt: Conen spielt zu Politz, der flankt, Lachner köpft an den Pfosten und schiebt den Nachschuss ein. Der ungarische Torwart Sternberg rutscht nur noch mit dem Ball ins Netz. Dann kippt das Spiel für ein paar Minuten. Sigmund Haringer wehrt eine Flanke mit der Hand ab, Gyula Polgár verwandelt den Elfmeter zum 1:1 (30. Minute). Haringer, schon angeschlagen, muss raus, Max Schäfer von 1860 kommt als Verteidiger. In der Zwischenzeit spielt die deutsche Elf nach dem Tagblatt fünf Minuten lang mit zehn Mann, Rudolf Gramlich verteidigt, Lachner hilft als rechter Läufer aus.

Deutschland – Ungarn 3:1 in Frankfurt · Lachners Tor zum 1:0, dazu die Vorlage zum 3:1
Deutschland – Ungarn 3:1 in Frankfurt · Lachners Tor zum 1:0, dazu die Vorlage zum 3:1

Nach der Pause trifft Hans Stubb mit einem Freistoß aus der eigenen Hälfte zum 2:1 (55.), sein einziges Länderspieltor. In der 80. Minute fällt die Entscheidung: Lachner ist blitzschnell zur Stelle und schiebt den Ball zu Politz, der flankt, und Conen köpft das 3:1. Gleich nach Wiederbeginn, schreibt das Tagblatt, hätten »die beiden Kleinen« im Sturm, Lachner und Politz, »wie die Herrgötter« gespielt. Schon während des Spiels hielt das Blatt fest, Lachner führe »das Spiel seines Lebens« vor, und nach dem Schlusspfiff nannte es ihn den besten deutschen Spieler.

Es war sein letztes Länderspiel. Von seinen acht Einsätzen ging nur einer verloren, der in Budapest.

Braunschweig

Im Sommer 1934 spielt Deutschland die WM. Lachner gehört nach der Wikipedia zum erweiterten Kader von 38 Spielern, wird von Reichstrainer Otto Nerz aber nicht ins endgültige Aufgebot berufen. Weitere Länderspiele hat er nicht. Er ist 23.

Wann genau er von München nach Braunschweig wechselte, geben die Quellen verschieden an. Das Lexikon von 1939 schreibt, er sei 1933 nach Braunschweig »übergesiedelt«. Die Wikipedia dagegen nennt 1933/34 die letzte Saison bei 1860 und lässt ihn erst von November 1934 an für die Eintracht auflaufen. Sie nennt berufliche Gründe für den Umzug; der neue Verein habe ihm eine Arbeitsstelle nachgewiesen. Zunächst bekamen Lachner und drei weitere Neuzugänge wegen »Spielerziehung« keine Freigabe für den SV Eintracht. Nach einem Freispruch durch das zuständige Sportgericht, so die Wikipedia nach den Vereinsnachrichten von 1934, durfte er spielen.

Die Braunschweiger nehmen ihn schnell an. 1939 schreibt das Lexikon: »›Pippin‹ rufen sie alle, wenn er in seiner temperamentvollen, schneidigen Art den Ball nach vorwärts treibt, und man fühlt, daß er dann die Hoffnungen der ganzen blau-gelben Gemeinde in sich trägt.« Lange habe der Fußball in Braunschweig brachgelegen, obwohl die Eintracht mit Richard Queck und Bülte »lange vor dem Kriege« im ganzen Reich bekannt gewesen sei. Lachner habe ihm neuen Auftrieb gegeben, zusammen mit Georg Knöpfle, mit dem er schon in der Nationalelf gestanden habe.

Er bleibt bis 1949. Von 1934 bis 1942 spielt er in der Gauliga Niedersachsen, danach bis 1944 in der Gauliga Südhannover-Braunschweig, 1943 und 1944 wird die Eintracht Gaumeister. Von 1934 bis 1937 ist er außerdem Spielertrainer. Im Tschammerpokal bestreitet er nach der Wikipedia sieben Spiele zwischen 1935 und 1941, das DFB-Datencenter zählt vier. Nach dem Krieg spielt er in der neu gegründeten Oberliga Nord, bis in die Saison 1948/49 hinein. Außerdem trägt er einmal das Trikot der Norddeutschen Auswahl und 35-mal das der Auswahl Niedersachsens.

Trainer in Wolfsburg und Hildesheim

Danach geht es auf die Trainerbank. Er ist Spielertrainer beim MTV Braunschweig, trainiert ab September 1951 bis zum Saisonende 1954/55 zum ersten Mal den VfL Wolfsburg und kehrt im April 1957 für den Rest der Saison zurück.

Wolfsburg war damals ein junger Verein. Nach der Vereinsgeschichte in der Wikipedia gewann der VfL 1951, 1952 und 1954 die Staffel Ost der Amateuroberliga Niedersachsen und stieg 1954 in die Oberliga Nord auf, eine der fünf damals höchsten Spielklassen. Die erste Oberliga-Saison 1954/55, die letzte unter Lachner im ersten Anlauf, endet auf Platz 14 mit 34:53 Toren, aber mit einem Paukenschlag: Der VfL schlägt den Hamburger SV 1:0, die Mannschaft, die diese Liga Jahr für Jahr dominierte. In den ersten drei Oberliga-Jahren, heißt es dort, entging man stets nur knapp dem Abstieg, unter Lachner, Ernst Sontow und Josef Kretschmann.

Von Dezember 1958 bis 1963 leitet er den VfV Hildesheim in der erstklassigen Oberliga Nord. Der Verein war nach der Vereinsgeschichte 1946 Gründungsmitglied der Oberliga Süd-Niedersachsen. Als Lachner kommt, steht Hildesheim 1958/59 am Ende auf Platz 13, danach folgen die Plätze 7 (1959/60), 8 (1960/61), 3 (1961/62) und 8 (1962/63). Der dritte Platz 1962 ist die beste Platzierung dieser Jahre.

Im Sommer 1963 geht er zurück nach Wolfsburg. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga Nord hat der VfL im selben Jahr das Endspiel um die deutsche Amateurmeisterschaft erreicht und gegen die Amateure des VfB Stuttgart 0:1 verloren. Lachner übernimmt nach Wikipedia schon im Juni und Juli 1963 als Nachfolger von Kurt Pennewitz die Mannschaft in der Aufstiegsrunde und in der Amateurmeisterschaft; die Trainerliste des VfL nennt als Amtszeit den 1. Juli 1963 bis 30. Juni 1966. In der zweitklassigen Regionalliga wird Wolfsburg unter ihm 1963/64 Neunter, 1964/65 Sechster und 1965/66 Achter. Sein Sohn Jürgen Lachner spielt dort unter ihm. Nach Vertragsablauf kehrt Ludwig Lachner nach München zurück. Er stirbt am 19. Mai 2003, nach der englischen Wikipedia in München.

Ludwig oder Pipin?

Ein Name, zwei Schreibweisen, ein Mann. Das DFB-Datencenter führt ihn als »Ludwig Lachner«, die Wikipedia nennt den Spitznamen in der Form »Pipin«, das Lexikon von 1939 schreibt »Pippin«. In manchen Aufstellungen steht nur der Rufname, so beim 1:1 in Amsterdam im April 1931. Wer diese Zeile übersieht, zählt nur sieben Länderspiele. DFB, Wikipedia und Lexikon kommen übereinstimmend auf acht. Einen zweiten Lachner in der Nationalelf kennen die Quellen nicht, ein Bruder wird in keiner der benutzten Quellen erwähnt. Verwechseln sollte man ihn dagegen nicht mit den anderen »Ludwigs« seiner Zeit, mit Ludwig Leinberger, Ludwig Hofmann oder Johannes Ludwig, die 1930 in Dresden mit ihm auf dem Platz standen.

Ludwig Lachner auf einen Blick

Geboren: 27.7.1910 (München laut Lexikon 1939 und englischer Wikipedia)
Gestorben: 19.5.2003 (München laut englischer Wikipedia)
Vereine: FT Gern, SV 1860 München (1929–1934), Eintracht Braunschweig (ab 1934 laut Wikipedia, 1933 laut Lexikon), MTV Braunschweig (Spielertrainer)
Position: Halbrechter Stürmer
Beruf: Bankbeamter (laut Lexikon 1939)
Bilanz: 8 Länderspiele (4 Siege, 3 Unentschieden, 1 Niederlage), 4 Tore (1930–1934)
Erfolge: Finalist um die Deutsche Meisterschaft 1931, Zweiter der Süddeutschen Meisterschaft 1933, Gaumeister Südhannover-Braunschweig 1943 und 1944
Als Trainer: VfL Wolfsburg (1951–1955, 1957, 1963–1966), VfV Hildesheim (1958–1963)

Länderspiele

Quellen